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SAP Analytics Cloud – News #01: Release 2021.01 – 2021.13

Mittlerweile dürfte es sich herumgesprochen haben, dass Ihr Unternehmen mit dem Einsatz der SAP Analytics Cloud (kurz SAC) über eine vollwertige, cloud-basierte, BI-Platform verfügt. Im Unterschied zur OnPremise-Welt gehören in diesem Kontext Wartungsarbeiten und lokale Serverlandschaften, verbunden mit hohen Kosten (neben den Lizenzen), der Vergangenheit an. Auch ist die Sicherheit Ihrer wertvollen Unternehmensdaten auf Basis von Live-Connections gesichert – die Daten verlassen das Unternehmensnetzwerk nicht!

Die Möglichkeiten zur Bereitstellung von Planungs-Anwendungen, Analysen, Dashboards und Stories sind mit den Bordmitteln mittlerweile absolut markttauglich und können sich mit Konkurrenzprodukten ohne Weiteres messen.

Man könnte fast sagen „Es bleiben keine Wünsche offen“. Allerdings zeigen uns unsere Erfahrungen, dass dies (noch) nicht so ganz der Wahrheit entspricht. Mit quartalsweisen Updates ist die SAP bemüht, immer zeitnah neue Funktionen bereitzustellen, das User-Interface zu optimieren oder bestehende Fehler zu korrigieren. Da kann pro Quartal einiges zusammenkommen, wenngleich es sich evtl. auch nur um geringfügige Änderungen handeln mag.

Und genau hier setzt diese Blogreihe an. Um Ihnen einen praxisnahen Einblick in die Entwicklung der SAC geben zu können, schauen wir uns die jeweiligen Neuerungen genau an – oftmals warten auch wir schon voller Ungeduld auf konkrete Updates, weil bestimmte Funktionen von unseren Kunden benötigt werden, aber im aktuellen Release noch nicht zur Verfügung stehen. Wir klassifizieren diese für Sie und heben relevante Neuerungen oder Änderungen für Sie hervor. Hierbei greifen wir auch auf Erfahrungen aus unseren Projekten zurück und können auf diese Art die Praxistauglichkeit bewerten.

Begleiten Sie uns in dieser Reihe und bleiben Sie mit uns stets Up to date!

In unserem ersten Blog zu diesem Thema stellen wir Ihnen die wichtigsten Neuerungen in der SAP Analytics Cloud bis zum Release 2021.13 vor. Die gesamte Liste für das bisherige Jahr ist sehr lang und beinhaltet neben bahnbrechenden Entwicklungen eben auch alle sonstigen Neuerungen, seien sie auch noch so nebensächlich. Sicher hat jede Neuerung ihr Gutes – oft sind es aber auch technische Background-Erweiterungen oder Fehlerkorrekturen ohne eine sicht- oder spürbare Änderung im täglichen Doing. Wir werden für Sie die Neuerungen so isolieren, dass die vorgestellten einen echten Mehrwert für Ihre Arbeit bieten.

„Advanced Formula Editor“ – Planning

Schleife aufgrund von Abbruchbedingung verlassen

Im Formelbereich gibt es schon länger die FOREACH-Schleife. Allerdings konnte bisher der Schleifendurchlauf nicht unterbrochen werden. D.h. es mussten immer alle Daten prozessiert werden, auch wenn die Abbruchbedingung bereits erfüllt gewesen wäre. Mit dem neuen Zusatz des Befehls „Break“ kann nun der Schleifendurchlauf vorzeitig beendet werden. Hiermit kann ein Ausstieg aufgrund von Werteprüfung stattfinden. Z.B. soll die Schleife nur so lange wiederholt werden bis der Warenbestand 0 ist – oder eine bestimmte Obergrenze erreicht ist. Das spart Zeit und erhöht die Akzeptanz der Benutzer.

Beispiel:

FOREACH [d/DATE]

    IF ResultLookup([d/DATE]=PREVIOUS(1)) * 1.1 > 200

               BREAK

    ENDIF   

    Data() = ResultLookup([d/DATE]=PREVIOUS(1)) * 1.1

ENDFOR

Vorschlagswerte

Eine weitere, wenn auch ungewöhnlich umgesetzte Neuerung im Bereich des „Advanced Formula Editors“ ist zugunsten der Entwickler und betrifft die Vorschlagswerte der Member-List. Mit einem vorangestellten Semikolon werden die folgenden Buchstaben direkt abgeglichen und passende Vorschläge gemacht. So etwas kennt man aus der Programmierung mit der Tastenkombination „STRG“+“Space“ – deshalb der Hinweis zu Beginn.

Administration und Infrastruktur

Wer kennt es nicht – schlechte Performance bei den Analysen und die Suche nach deren Ursache. Je nach Lösung gibt es unterschiedliche Optionen die zeitraubenden Operationen zu isolieren um diese anschließend zu optimieren.

In der SAC wird seit diesem Jahr das sogenannte Performance-Analyse-Tool angeboten. Und zwar out of the box. Dieses bietet aktuell drei vorbereitete Stories bzw. Applications. Diese können für die Laufzeitanalyse Ihrer Stories und Applications nicht nur in Echtzeit, sondern auch rückblickend eingesetzt werden. Möglich ist das durch ein Auditing der Daten in der Datenbank des Tenants.

Demo Performance-Analyse-Tool

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SAP Analytics Cloud, Add-In für Microsoft Office

Je nachdem wie in Ihrem Unternehmen das Reporting bereitgestellt wird, können mit der neuen Edition des SAP Analytics Cloud Add-In für Office die Workbooks auch in Ihrer vorhandenen Reporting-Landschaft gespeichert werden. Sei es direkt im BW-Repository oder auch auf der SAP BI-Platform. Es kann auch eine Verbindung mit Ihrem BW oder der SAP BI-Platform hergestellt werden, ohne die Live-Verbindung innerhalb der SAP Analytics Cloud. Somit kann das Berichtswesen dort verbleiben, wo es bisher auch war – ein Umzug der Workbooks in die SAP Analytics Cloud ist technisch also nicht mehr zwingend notwendig.

Analytics Designer

Ein weiteres Highlight in Punkto Performance-Analyse: Mit dem Parameter APP_PERFORMANCE_LOGGING=true in der Aufruf-URL Ihrer Analyse- oder Planungsanwendung wird die Skript-Performance zukünftig protokolliert und kann über die Tastenkombination CTRL+Shift+A eingesehen werden.

Enterprise Reporting

Im Umfeld des Enterprise-Reportings wurde in der Vergangenheit in erster Linie auf SAP Crystal Reports zurückgegriffen. Gerade im Hinblick auf Pixelgenaues Reporting das richtige Tool. Oft wurde und wird auch mit WebIntelligence in diese Richtung gegangen. Beide sind allerdings ausschließlich als On-Premise-Variante verfügbar. In der SAC werden nun auch schrittweise die notwendigen Features zur Erstellung von optisch anspruchsvollem Enterprise-Reporting bereitgestellt.

Hierzu gehören aktuell u.a.:

  • Tabellenköpfe auf Folgeseiten wiederholen, um die Lesbarkeit der Tabelleninhalte stets zu gewähren
  • Einfügung von Abschnitten, um merkmalsbasierte Wiederholung von Grafiken und Tabellen zu ermöglichen

Datenintegration

Ein Schritt in die richtige Richtung ist die SAP mit Skalierungsoptionen für Kennzahlen gegangen. Hier warten wir noch auf mehr Flexibilität z.B. in Form von Input-Controls, damit der Endanwender dieses Feature auch Ad-hoc nutzen kann. Aber der Anfang ist gemacht. Und im Edit-Modus kann die Skalierung von Kennzahlen über deren Eigenschaften angepasst werden.

Demo – Skalierung von KPIs

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Weitere Updates veröffentlichen wir für Sie regelmäßig hier im Blog.

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Mehr Informationen zur SAP Analytics Cloud inklusive einer Tabelle zur Entscheidungshilfe, welches Planungstool das für Sie geeignete ist, finden Sie hier.

 

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Über den Autor
Oliver Dworschak
Oliver Dworschak
Oliver Dworschak ist langjähriger Senior Berater bei der PIKON Deutschland AG in Saarbrücken. Er beschäftigt sich vor allem mit der Architektur, Konzeption und Implementierung von anwenderfreundlichen Reporting-Lösungen auf Basis von SAP BI.

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