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Verbesserte Entscheidungsfindung im Unternehmen mit SAP FI-CO

Die Aktivitäten Ihres Unternehmens sollten sich auf wertschöpfende Maßnahmen konzentrieren, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Viel zu oft werden die Entscheidungen eines Unternehmens durch (Compliance-)Fragen und die Konzentration auf kurzfristige Problemlösungen blockiert. Daher wächst der Bedarf an Datenstrukturierung und -visualisierung im Unternehmen stetig. Die Lösung hierfür in SAP ECC/ERP und SAP S/4HANA: die Module FI und CO.

Im Folgenden werde ich Ihnen erläutern, warum diese Module die Grundlage für die strategischen Entscheidungen Ihres Unternehmens aus finanzieller Sicht bilden sollten. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem CO-Modul und seinem potenziellen Nutzen für Ihr Unternehmen.

Was ist FI-CO?

“FI-CO” ist die Kombination zweier SAP Module: „Financial Accounting (Finanzbuchhaltung FI) und „Controlling“ (CO). Mit diesen Modulen können Sie Daten aus anderen SAP-Modulen (z.B. SD Vertrieb, PP Produktionsplanung) in Ihr Berichtswesen integrieren.

  • FI ist ein Modul, mit dem unter anderem die Jahresabschlüsse eines Unternehmens erstellt werden (Bilanz, GuV). Es wird für das externe Berichtswesen verwendet.
  • Das Modul CO wird für das interne Berichtswesen verwendet. Es liefert dem Management eines Unternehmens unterstützende Informationen für die Planung und das Performance Management.

Was sind die Vorteile des Controlling-Moduls von SAP?

SAP CO bietet Ihrem Unternehmen viele Vorteile. Dies sind unter anderem:

  • Eine effiziente, effektive und konsistente Controlling-Umgebung, welche die langfristige Entscheidungsfindung verbessert
  • Standardisierte und nachhaltige Geschäftsprozesse im gesamten Unternehmen ermöglichen Ihnen die Nutzung von Best Practices
  • Datenintegration über verschiedene SAP-Module hinweg. So können Sie wettbewerbskritische Stellen für Verbesserungen über die verschiedenen Unternehmensbereiche hinweg identifizieren.
  • Die Möglichkeit, Ihre Unternehmensorganisation und -prozesse in SAP CO abzubilden, ermöglicht ein detailliertes Monitoring und die Analyse Ihrer Performance (siehe „Kostenstellenrechnung“)

Darüber hinaus enthält das Controlling-Modul von SAP eine Vielzahl von Komponenten. Nachfolgend finden Sie einige Beispiele:

  • Kostenartenrechnung

Diese Komponente schafft Struktur im Rechnungswesen Ihres Unternehmens, indem sie einen Überblick über die verschiedenen Kosten und Erlöse gibt, die in einer Periode anfallen (Gewinn- und Verlustrechnung). Da sogenannte Primärkostenarten mit Hauptbuchkonten verknüpft werden können, unterstützt die Kostenartenrechnung die Abstimmung zwischen den Modulen Finanzen und Controlling (unter S/HANA sind diese Module sogar vollständig integriert und die Unterscheidung in Kostenarten und Konten fällt weg). Intern ermöglichen Kostenarten auch die Zuordnung von Kosten und Erlösen zu Controlling-Objekten wie Kostenstellen (siehe unten).

  • Kostenstellenrechnung

Die Kostenstellenrechnung zeigt die Kosten, die von einer einzelnen Abteilung oder einem Funktionsbereich (einer so genannten „Kostenstelle“) verursacht werden. Kostenstellen strukturieren eine Organisation nach Verantwortlichkeiten und können in einer Hierarchie angeordnet werden.

So könnten beispielsweise für das Marketing-, die Buchhaltung-, die Produktion und die Rechtsabteilung unterschiedliche Kostenstellen eingerichtet werden.

  • Innenauftragsverwaltung (Teil des Gemeinkostenmanagements)

Innenaufträge werden für kurzfristige Projekte verwendet. Im Gegensatz zu den Kostenstellen spiegeln die Innenaufträge nicht die Organisationsstruktur wider, sondern repräsentieren Projekte wie z. B. „Softwareeinführung“, „Bau eines neuen Lagers“, etc.

  • Produktkostenrechnung

Diese Komponente ist hauptsächlich auf die Planung und Kontrolle der Herstellkosten Ihrer Produkte und Dienstleistungen ausgerichtet. Die gesammelten Informationen können für die Kontrolle der Produktionskosten, die Verkaufspreisgestaltung, die Bestandsbewertung, die Gewinnanalyse usw. verwendet werden.

  • Ergebnis- und Marktsegmentrechnung (CO-PA)

Das CO-PA unterstützt die Entscheidungsfindung, indem es eine Analyse der Rentabilität eines Produkts, einer Kundengruppe, eines Projekts, einer Strategie usw. liefert. Daten können in das CO-PA übertragen werden, um Antworten auf Fragen wie „Welche meiner Kundengruppen weisen das stärkste Wachstum auf? Hat meine Abteilung ihre Verkaufsziele erreicht? Wie wirkt sich eine Änderung der Strategie auf meine Umsatzzahlen aus?“ zu erhalten.

  • Profit-Center-Rechnung

Profitcenter erfassen alle Daten, die sich auf den Gewinn eines Bereichs innerhalb des Unternehmens beziehen (Funktionsbereich, regionaler Bereich, Produktlinie…). Im Gegensatz zu den Kostenstellen verarbeiten sie sowohl Kosten- als auch Umsatzdaten und haben einen größeren Einflussbereich. Während Profitcenter Ergebnisziele verfolgen, konzentrieren sich Kostenstellen auf die Einhaltung von Budgets.

So unterstützt PIKON Sie bei der SAP FI-CO-Einführung in Ihrem Unternehmen

Bei jeder SAP-Implementierung ist es wichtig, zunächst die Organisationsstruktur und die Prozesse Ihres Unternehmens zu verstehen. Daraus ergeben sich die Vorgaben für das Setup Ihres Systems.

Wir bei PIKON verfügen über mehr als 26 Jahre Erfahrung in der Prozessoptimierung und Implementierung von SAP ECC/ERP-Systemen und haben bereits zahlreiche S/4HANA Umstellungen und Neueinführungen begleitet. Gerne führen wir Ihnen in einem Webmeeting die Möglichkeiten von SAP FI-CO in S/4HANA vor und teilen unsere Erfahrungen aus Einführungsprojekten.

Kontaktieren Sie uns!

Für weitere Fragen zu FI-CO oder unserer Vorgehensweise bei der Implementierung sprechen Sie mich gerne an! Natürlich können Sie uns auch einen Kommentar am Ende des Artikels schreiben.

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Über den Autor
Dries Tits
Dries Tits
Dries Tits ist SAP ERP Berater bei PIKON Benelux in Genk, Belgien. Sein Schwerpunkt liegt auf den Modulen SAP FI und CO. Er setzt sein Wissen und seine Erfahrung aus verschiedenen Kundenprojekten ein, um die jeweils richtige Lösung für unsere Kunden zu finden.

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