Referenz | Tesat Spacecom
lean Management und IFRS-Rechnungslegung
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Effizienzsteigerung durch Einführung von IFRS-Rechnungslegung und Profit-Center-Rechnung

Tesat strebte zusammen mit unserem Partner FAS eine Harmonisierung und Komplexitätsreduzierung im Finanz- und Rechnungswesen an. Dies beinhaltete auch die Verschlankung der administrativen Prozesse (Lean Management). Ziel war es die Wertschöpfung im Finanzbereich zu erhöhen und das Unternehmen zukünftig effektiver und effizienter steuern zu können. In SAP-ERP umfasste dies die Implementierung der Parallelen Rechnungslegung nach IFRS-Standard.

Über "Tesat Spacecom"

Tesat-Spacecom mit Sitz im schwäbischen Backnang ist mit rund 1250 Mitarbeitern Europas größter Gerätelieferant im Bereich der Satellitenkommunikation. Seit 2001 ist Tesat-Spacecom eine eigenständige Tochter der heutigen Airbus Group.

Warum Tesat die Einführung der parallelen Rechnungslegung nach IRFS-Standard benötigte

Trotz der Zugehörigkeit zu dem internationalen und kapitalmarktorientierten Konzern der Airbus Group mit laufenden internen und externen Reporting-Anforderungen nach International Financial Reporting Standards (IFRS) wurde bei Tesat, wie bei vielen deutschen Mittelständlern üblich, nach wie vor führend nach deutschem Handelsrecht (HGB) bilanziert und monatlich für Zwecke des Konzernreportings weitgehend manuell auf IFRS übergeleitet. Im SAP-System war diese parallele Rechnungslegung nach HGB, IFRS und Steuer(bilanz) vor Jahren mithilfe der Buchungskreismethode implementiert worden. Dieses Nebeneinander der unterschiedlichen Bewertungsansätze ohne eine konsequente Umstellung des Systems war extrem ineffizient.

Unsere Lösung

Am Anfang des Projekts stand die Konzeption und Einführung des neuen Hauptbuchs von SAP mit der sogenannten Ledgerlösung für die parallele Bewertung und Bilanzierung. Die führende Bewertung wurde von HGB auf IFRS umgestellt. Darüber hinaus wurden weitere SAP-Standardfunktionalitäten (z.B. Profit-Center-Rechnung und Umsatzkostenverfahren) eingerichtet.

Der nächste Schritt war die Anpassung des Controlling-Ansatzes:

  • Erweiterte Nutzung des SAP-Moduls Projektsystem (PS).
  • Entwicklung von Standardprojektstrukturen.
  • Parallele Ergebnisermittlung nach IFRS und HGB beim Monatsabschluss mit automatischer Verbuchung in den Ledgern der Finanzbuchhaltung.
  • Automatische Berechnung und Verbuchung von Rückstellungen für Drohverluste und fehlende Kosten wurde ermöglicht.
  • Zeiterfassung für Projekte mittels CATS (Cross Application Time Sheet).
  • Erfassung und Analyse von Fehlerkosten (Cost of Non-Quality) durch Erweiterung des SAP-Standards.

Im letzten Schritt gelang eine Effizienzsteigerung durch ein zentrales und harmonisiertes BW

  • Komfortable Projektkostenplanung mit BW Integrated Planning (IP)
  • Aufbau eines harmonisierten Projektberichtswesens mit dem Business Explorer, BEx Analyzer

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Kundennutzen

Durch die Einführung des neuen Hauptbuchs wurde sowohl prozessual als auch technisch die Basis für zukünftige Effizienzsteigerungen im Finanz- und Rechnungs-wesen gelegt. Durch die Umstellung der führenden Bewertung auf IFRS entfällt zukünftig die Notwendigkeit, unter hohem Zeitdruck den HGB-Monatsabschluss erstellen zu müssen, bevor für die Konzernberichterstattung auf IFRS übergeleitet werden kann. Es fallen deutlich weniger Überleitungsrechnungen und manuelle Abstimmarbeiten an. Dies wird noch durch die jetzt genutzte Ledger-Methode mit weitgehend automatisierten Bruttobuchungen verstärkt. Auch die Transparenz im Finanzbereich hat sich so erhöht.

Mit der Aktivierung und dem Customizing der Profit-Center-Rechnung und des Umsatzkostenverfahrens in SAP wurde die Basis geschaffen, um das Unternehmen zukünftig effizienter steuern zu können.

Transparente Kostenverfolgung für alle Projektphasen (vom Angebot über die Auftragsabwicklung bis hin zur Gewährleistungsphase durch Standardprojektstrukturen

Das SAP Business Warehouse bei Tesat führt nun alle relevanten Projektinformationen zusammen und erlaubt mit dem BEX Analyzer eine komfortable und multidimensionale Berichterstattung mit Funktionalitäten wie Drill-down und Roll-up direkt in Microsoft Excel.

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Jörg Hofmann
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Martina Ksinsik
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