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Die Kunst der Motivation

Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.

Antoine de Saint-Exupery, franz. Schriftsteller

Es ist keine Frage – wir leben in bewegten Zeiten. Die Digitalisierung der Wirtschaft bringt Geschäftsstelle ins Wanken, erfordert organisatorische Anpassungen in immer kürzeren Zyklen und stellt Unternehmen damit vor große Herausforderungen. Die Digitalisierung bewirkt aber auch, dass die klassischen Disziplinen nicht mehr ohne digitalen Kontext gedacht werden können. Mit anderen Worten: Es gibt weder reine IT-Projekte noch reine Organisationsprojekte. Mit dieser interdisziplinären Ausrichtung werden Veränderungsprozesse komplexer. Mit diesem Beitrag will ich einige Anregungen dazu liefern, wie wir Menschen trotzdem für diese schwer zu überschauenden Veränderungen gewinnen können.

3-Punkt-Ansatz

Zusammen mit meinen Kollegen in der PIKON, mit einigen mutigen Ansprechpartnern bei unseren Kunden und, nicht zuletzt, unserem Vordenker und Aufsichtsrat Dirk Hahnrath habe ich in den letzten Jahren den 3-Punkt-Ansatz entwickelt: Mensch – BWL – IT!

Die Grafik zeigt, wie Mensch, IT und BWL zusammenspielen.

 

Manche mögen einwenden, das sei nichts Neues. Ist es aber in der Konsequenz am Ende doch. Mensch, BWL und IT als gleichberechtigte, sich wechselseitig beeinflussende Faktoren sind heute nicht Standard. Funktionsorientiertes Silodenken, einseitige Fokussierung auf mal eher technische und mal eher kaufmännische Aspekte von Veränderungen sind gang und gäbe. Immer noch. Viele Projekte scheitern oder bringen nicht das gewünschte Ergebnis. Immer noch. Trotz vielerlei Projektmanagementmethodik und Change-Management-Versprechen. Damit mich niemand missversteht: Fachliche und technische Aspekte sind wichtig und bilden den Kern eines Vorhabens. Projekt- und Change-Management bilden als Vorgehensmodelle einen sinnvollen Rahmen. Die zentrale Kernfrage aber ist: Wie gewinnen wir die Menschen für unser Vorhaben?

Wie entsteht Motivation?

Menschen sind zu außerordentlichem Engagement bereit, wenn sie den Sinn ihres Tuns erkennen. Ich möchte Ihnen dazu heute in meinem Blog ein Video von Simon Sinek empfehlen. Er erklärt in 20 Minuten diesen Zusammenhang sehr anschaulich an den Beispielen der Gebrüder Wright, Martin Luther Kings und von Steve Jobs.

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Schauen Sie sich das Video von Simon Sinek auf YouTube an.

Sineks These ist, dass Unternehmen erklären müssen, WARUM sie existieren. Kunden und Mitarbeiter werden sich dann für dieses Unternehmen begeistern, wenn sie den Sinn dieser Idee teilen. Viele Unternehmen setzen stattdessen darauf, zu erklären, was sie tun und wie sie dabei vorgehen.

Sinek lässt Gewinn- und Einkommenserzielung nicht als Why? zu. Gewinn und Einkommen sind Ergebnisse, sie liefern nicht die Antwort auf die Frage nach dem Warum. Sie beantworten nicht die Sinn-Frage!

Diese Gedanken haben uns zu ganz neuen Herangehensweisen in 3-Punkt-Projekten geführt. Ihre Mitarbeiter müssen den Sinn eines Projekts verstehen. Zuerst muss also die Frage beantwortet werden, warum ein Projekt ins Leben gerufen wurde und was es für Betroffene und Beteiligte bedeutet.

Der erste Schritt auf diesem Weg ist die 360-Grad-Analyse. Darauf gehe ich in meinem nächsten Blogartikel ein.

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Über den Autor
Jochen Scheibler
Jochen Scheibler
Jochen Scheibler ist Mitbegründer und Vorstand von PIKON Deutschland AG. Er ist Autor des Praxishandbuchs "Vertrieb mit SAP S/4HANA“. In den letzten Jahren hat er seinen Fokus auf das Thema Kommunikation verlagert und die Strategie von PIKON in Richtung 3-Punkt-Beratung entwickelt.

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