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Mexiko: SAP-Lösung für „Complemento de Pago“-Anforderung

Am 1. Juli 2017 hat die mexikanische Steuerverwaltung (Servicio de Administracion Tributaria, SAT) den Zahlungseingang-CFDI eingeführt, auch bekannt als „Complemento de Pago“, Zahlungsquittung oder CFDI Pago. Anfangs nur fakultativ, wurde die Einhaltung ab dem 1. September 2018 Pflicht. Der Zahlungseingang ist Teil des gesetzlichen „CFDI 3.3“-Systems und gibt Auskunft über eingegangene Kundenzahlungen. Er dient der Gegenprüfung zwischen Kundenrechnungen und Kundenzahlungen, da auf dem Zahlungseingang vermerkt ist, welche Rechnungen durch die Zahlung beglichen wurden.

Der CFDI für Zahlungseingänge muss spätestens am zehnten Kalendertag des Monats ausgestellt werden, der auf den Monat folgt, in dem die Zahlung vorschriftsgemäß eingegangen ist. Andererseits ist es auch möglich, den Zahlungseingang-CFDI häufiger zu senden, und Sie können für alle eingegangenen Kundenzahlungen einen Zahlungseingang-CFDI senden.

Das gesetzliche Verfahren und wie SAP Sie bei der Einhaltung der Vorschriften unterstützen kann

Der Geschäftsprozess ist dem der elektronischen Rechnungsstellung (E-Invoicing) sehr ähnlich, nur die Quelle der Informationen ist eine andere, da sie auf einer Kundenzahlung basiert. Auf der Grundlage des Zahlungseingangs muss die „CFDI 3.3“-XML-Datei mit Complemento de Pago (Zahlungsnachweis) erstellt werden. Dieses Dokument muss digital signiert und von einem PAC (Proveedor Autorizado de Certificación – einem zugelassenen Zertifizierungsdienstleister) an die SAT weitergeleitet werden. Nach der Genehmigung erhält das Dokument eine UUID. Dies ist eine eindeutige Kennung für dieses Dokument. Der genehmigte CFDI 3.3 mit UUID und die dazugehörige PDF-Datei werden dann vom Ersteller des CFDI an den Kunden übermittelt.

Wichtig zu wissen ist, dass in diesem Zahlungsnachweis im „CFDI 3.3“-XML-Format auf die Rechnungen und ihre UUID verwiesen wird, die mit dieser Zahlung beglichen wurden. Das bedeutet, dass die technischen Lösungen für E-Invoicing und den Zahlungseingang gemeinsam betrachtet werden müssen.

In SAP steht eine Standardlösung zur Verfügung, um diesen CFDI für Zahlungseingänge zu erstellen, zu signieren und einzureichen. Die Lösung heißt SAP Document Compliance, manchmal auch als eDocument-Lösung bezeichnet. Weitere Informationen finden Sie unter der SAP Document Solution. SAP Document Compliance bietet auch eine Lösung für E-Invoicing in Mexico, so dass die Rechnungsinformationen, die im CFDI für Zahlungseingänge benötigt werden, leicht verfügbar sind.

Der Prozess für den Zahlungseingang-CFDI in SAP sieht folgendermaßen aus:

SAP E-Payment Mexiko
  • In SAP ERP wird der Zahlungseingang gebucht.
  • Dadurch wird automatisch ein eDocument im eDocument Cockpit erzeugt.
  • Beim Einreichen des eDocument wird dieses innerhalb von SAP ERP in das „CFDI 3.3“-XML-Format konvertiert und an SAP CPI (Cloud Platform Integration) weitergeleitet.
  • In SAP CPI wird das Dokument digital signiert und an den PAC weitergeleitet.
  • Der PAC ist für eine erste Datenprüfung des XML-Inhalts und die Weiterleitung des Dokuments an die mexikanische Steuerbehörde (SAT) zuständig.
  • Die SAT genehmigt die XML-Datei oder lehnt sie ab und übermittelt diese Rückmeldung an den PAC. Für jede Genehmigung vergibt die SAT eine UUID, die als eindeutiger Genehmigungscode fungiert.
  • Der PAC sendet die Rückmeldung an die CPI, die sie an SAP ERP weiterleitet. Die Rückmeldung ist dann im eDocument Cockpit verfügbar.

Kürzlich hat SAP auch eine Lösung entwickelt, in welcher die Zahlungsinformationen mehrerer Zahlungen in einem Zahlungseingang-CFDI zusammengefasst werden können. So müssen Sie nur einen Zahlungseingang-CFDI pro Kunde und Monat erstellen.

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Haben Sie Fragen zu der „Complemento de Pago“-Verordnung von Mexiko?

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Über den Autor
Evelien Holsteyns
Evelien Holsteyns
Evelien Holsteyns ist seit 2017 ERP Beraterin bei PIKON Benelux in Genk, Belgien. Ihr Fokus liegt auf der Integration von Finanz- und Logistikprozessen innerhalb von SAP FI und SAP MM. Sie hat bereits internationale Erfahrung in unterschiedlichen europäischen Ländern gesammelt.

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